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Diptychon der Poesie
1
sie fragen:
- wozu Poesia -
als war ich der Anfuhrer ihers Windes
oder Huter ihres Wassers -
sie bringen Strohalme
der Gleichgultigkeit
mauern damit
ihre alten Boote zu
sie verstandigen sich
wie Taubstumme miteinander
wozu Poesie
kann ich etwa das Geheimnis weitergeben
das sich auch mir zuweilen
in den hellen Streifen
golenen Wassers offenbart
wozu der Baum
wozu der Vogel
wozu die goldenen Schalen des Wortes
die gleich Kinderspielzeug
zerstreut herumliegen
sie fragen
ich schweige
ich lasse diese Frage
im Sand mit einem Pappelzweig
geschrieben stehen
vielleicht wird das Wasser
sie nicht uauswaschen
jedoch die Schaumkrone der Welle
nimmt sie
in die Ursprungstiefe des Meeres mit
2
einige Fragen bleiben unbeantwortet
- wei?es Papier - oder ist es leichter auf Sand
auf Stein oder in der Luft zu schreiben
leichter Dichter eines Luftbuchs Sandbuchs Hugelbuchs
ein wei?es Gewand - ein ausgestricherner Buchstabe zu sein -
wichtig ist es - ein Sandkorn zu sein -
Augapfel eines Fiches - Erinnerung einer Pfanze -
das zahe Blut eines Kaktus zu sien
wichtig ist es als Wanderer mit einem Stock zu gehen
als Schmetterling des Lichts zu fliegen - Igel der Finsternis
Amfhititheater am Meeresdrund -dumpfel Klang zu sein -
wichtig nach Hause zu gehen ein Haus betreten ein Zuhause haben
sich an Gegenstande Geruche an sich selbst gewohnen
welche Antworten man auch sucht oder wei?
in weichem Krieg mit weichen Schwertern man zerstuckelt wird
wessen Soldat welcher Armee in welchen Zeiten man war
ob man Dichter ist - wichtig ist es zu gehen und wichtig zu sehen
du beginnst mit dem inneren Auge sehed zu schreiben:
von verlagesamten Denken - mit den sichtbaren Gefuhl
uber Reiter in wei?en Kleidern - von hellenischen und
luftigen romischen Buchern - dem schwankenden Steg des Glaubens -
der hellen Linie des Wegen - der schillernden Farbe
der irdischen Augen und Lichtungen - von Erdfruchten und Tieren -
gibt es niemanden mehr der sein Ohr an die Muschel legt -
und darin die kreisenden Strome der Meereswinde
sowie dien einsames Lied vernimmt
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Neptun erschien
siene Gedanken spielten
gleich Delphinen
Ezra Pound
Delphine kamen geschwommen - muschelstark an der Zahl
ihre Stimmen verknupfte Neptun wie Netze zu festen Knoten
den dunnen Faden des Jahrhunderst
windest du auf dein Ruder einer Welle gleich
dann reicht sich Schiff zu einer Schnur
gefolgt von denen die den Laut der Fische
als Taue ziehen ? voller Schwei? sind ihre Leiber
mit uberreichem Laiccch - das Salz im Schatten scheint vergilbt
ein Haus schwimmt mit - Lauge Regengu?
die schwere Luft - voll Kalk Geruchen -
die Flosse des Delphins zertreilt die Duftre -
die Karte - ein Sternegarten fur Pflanzen und Getier
zum Witer hin - ist Nigrendwo ihr Ziel
der Fahrpreis gleicht dem Nichts - ihr Weg ist Kreider
die Linie eines Wespenflugs - die du nie bewaltigst
wie auch das dunkle Buch - das von Hugeln und von Studen spricht
das Phanomen der Sprache wird bewu?t das vergebliche Bemuh"n
des langen Lesens ? mit Wandern mu?t du sie erfreuen
diese Hirten des Windes unter den Wachtern der Stille -
mit Lettern die deutlich formen ein Gedicht
Elegie des Wassers
Allen Regenbogen haben das Wasser ausgettrunken - die Fische Fliegen durch die Lufte
ein schwarzes Loch - der gro?e Graden des Weltozeans - Gedankenstaub
der als Fisch der hand entschlupft - mit funf Broten zuruckkehrt
sein trauriger Blick -ein bleich leuchtendes Segel
Fischer gehen zu den Booten - die umgedreht wie Muscheln liegen
und nach vergangenen Zeiten tonen das Wasser schwappt
Meeresgeruch - Sommersprossen aus Salz - eklige Qualen
uberrziehen die Uferlinie gescheckten Flecken dleich
die Boote knarren - die Wind trocknrt ihre Rippen
statt Baumen - algengruner Fischernetze Schattenspiel
Aus dem Ukrainischen von Anna-Halja Horbatsch
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